das europäische forum alpbach

Das Europäische Forum Alpbach wurde 1945 unter dem Namen “Internationale Hochschulwochen” des österreichischen College von Otto Molden (damals Wiener Student) und Simon Moser (damals Dozent der Philosophie in Innsbruck) gegründet. Die Notsituation nach Kriegsende ließ es als großen Glücksfall erscheinen, dass die ersten Hochschulwochen in dem Tiroler Dorf Alpbach Aufnahme fanden und unter Umständen, von denen heute noch viele Anekdoten berichten, beherbergt wurden.(C)Matthias Brandstetter

Seitdem finden die Hochschulwochen jährlich, seit 1949 unter dem Namen “Europäisches Forum Alpbach” statt. Zu den TeilnehmerInnen der ersten Jahre gehörten vor allem junge Menschen, die aktiv im Widerstand gegen den Nationalsozialismus engagiert waren. Otto Molden schwebte eine umfassende Erneuerung des geistigen Lebens in Europa vor.

Er trat zusammen mit einem Kreis Gleichgesinnter für eine politische Einigung Europas ein, die als einziger Weg betrachtet wurde, kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den europäischen Völkern in Zukunft auszuschließen. Simon Moser wollte neue Strukturen an den Universitäten erreichen und setzte sich für den interdisziplinären Austausch ein. Aus diesen Interessen entwickelte sich ein fruchtbarer Dialog, der im Laufe der Jahre nicht nur Wissenschaft und Politik, sondern auch den kulturellen Bereich und die wirtschaftliche Entwicklung mit einbezog.

Das Europäische Forum Alpbach hat einen nicht unwesentlichen Beitrag zum geistigen Leben Nachkriegseuropas geleistet. Seit seiner Gründung steht das Europäische Forum Alpbach jedes Jahr unter einem Generalthema, innerhalb dessen wissenschaftliche und weltanschauliche Entwicklungen und Probleme in interdisziplinärer Weise diskutiert werden sollen.

Das europäische Forum Alpbach im Netz:

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